Ausstellung in der Glashalle, April 2026

Die Ausstellung entstand im Rahmen des Unterrichtes im Wahlpflichtkurs Kunst im Jahrgang 10 (Fr. Karbstein) und im Wahlpflichtkurs Psychologie Jahrgang 10 (Hr. Barisic) und wurde inspiriert durch den Besuch der Ausstellung „Erfindungswahn – Das Segelluftschiff des Ingenieur von Tarden“ im Charité-Museum. Im Zentrum steht die fiktive Figur des Ingenieurs von Tarden – ein selbsternannter Ingenieur und Erfinder, der von der Idee besessen war, den Himmel mit einem Luftschiff zu erobern.

Seine Entwürfe von Luftschiffen bewegen sich zwischen technischer Innovation und fantastischer Vorstellungskraft. Sie sind nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern Ausdruck eines Erfindungswahns, der die Grenzen zwischen Realität und Utopie verschwimmen lässt. Segel und Kufen sind Teil der schwebenden Konstruktionen, die mitsamt den Aufzeichnungen und Bestrebungen für Patente und die Gestaltung des eigenen Denkmals auch den Größenwahn des Patienten der psychiatrischen Abteilung der Charité zeigen.

Ausgehend von diesen Gedanken haben die Schüler*innen des WPF Kunst eigene Luftschiffe gestaltet. Jedes Modell erzählt eine eigene Geschichte: von praktischen Transportmitteln über fantasievolle Hybride aus Tier- und Fabelwesen und Schiffen bis hin zu scheinbar unmöglichen Konstruktionen, echten „Luftschlössern“. Dabei spiegeln die Arbeiten technische Überlegungen als auch kreative Freiheit wider.

In den Videos des WPF Psychologie wurde der Erfindungswahn mithilfe des Nolting/Paulus Modells psychologisch analysiert, filmisch aufgearbeitet und detailliert in Stop-Motion animiert.

Die Ausstellung lädt dazu ein, sich auf die Welt zwischen Wissenschaft und Fantasie einzulassen und darüber nachzudenken, wie nah Erfindungsgeist und Träumerei beieinanderliegen.
Denn jede große Idee beginnt mit einer Vision und manchmal beginnt sie auch mit einem Luftschloss.