Vom 15. bis 20. Juni 2026 fand der Schüleraustausch zwischen dem Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium in Berlin und der Szkoła Podstawowa in Gdynia statt. Eine Woche lang arbeiteten die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam an Themen rund um Nachhaltigkeit, Umwelt- und Meeresschutz sowie europäische Zusammenarbeit. Gleichzeitig entstanden neue Freundschaften und viele unvergessliche Erinnerungen.
Der erste gemeinsame Tag führte die internationale Gruppe nach Danzig. Bei einer Stadtrallye erkundeten die Schülerinnen und Schüler die historische Altstadt und entdeckten wichtige Sehenswürdigkeiten sowie die bewegte Geschichte der Stadt. In internationalen Teams lösten sie Aufgaben, orientierten sich auf Englisch und lernten dabei ein bedeutendes kulturelles Zentrum Polens kennen. Neben dem historischen Lernen blieb auch genügend Zeit, die besondere Atmosphäre der Stadt zu genießen.

Am folgenden Tag beschäftigten wir uns mit nachhaltiger Stadtentwicklung und den Besonderheiten der Ostseeküste. In gemischten deutsch-polnischen Gruppen nahmen die Jugendlichen an einem Actionbound in Gdynia teil. Dabei untersuchten sie verschiedene Aspekte nachhaltiger Mobilität, Stadtplanung und Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler verglichen ihre Beobachtungen mit ihren Erfahrungen aus Berlin und diskutierten gemeinsam über Herausforderungen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Zukunft.
Ein Höhepunkt der Woche war der Besuch des Aquariums in Gdynia. Dort lernten die Teilnehmenden verschiedene Lebensräume der Ostsee kennen und setzten sich mit Fragen des Meeresschutzes und der Biodiversität auseinander. Die Ausstellung bot zahlreiche Möglichkeiten, ökologische Zusammenhänge zu entdecken und über die Bedeutung des Schutzes mariner Ökosysteme nachzudenken.
Natürlich durfte auch der Schulbesuch nicht fehlen. Die deutschen Schülerinnen und Schüler erhielten spannende Einblicke in den Alltag ihrer polnischen Partnerschule. Gemeinsam nahmen sie am Unterricht teil, arbeiteten an Projekten und tauschten sich über das Schulleben in beiden Ländern aus. Besonders wertvoll waren die vielen Gespräche auf Englisch, die den interkulturellen Austausch förderten und das gegenseitige Verständnis stärkten.

Während der gesamten Woche standen Zusammenarbeit, Offenheit und europäische Werte im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler lernten nicht nur viel über Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, sondern entwickelten auch ihre Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten weiter. Durch die Arbeit in internationalen Teams konnten sie erleben, wie wichtig Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg für die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen ist.
Am letzten Tag fiel der Abschied schwer. In nur wenigen Tagen waren neue Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch lange bestehen bleiben werden. Die gemeinsame Zeit in Gdynia hat gezeigt, wie bereichernd internationale Begegnungen sein können und wie wichtig der europäische Gedanke für junge Menschen ist.
Wir bedanken uns herzlich bei unseren polnischen Gastgeberinnen und Gastgebern für ihre Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation. Wir freuen uns bereits auf unser Wiedersehen nächstes Jahr.


